Endlich Flüchtlingstatus

Bundesrätin wünscht der Familie Hassu alles Gute

Die Behörden wollten, dass christliche Familie Hassu nach Syrien zurückkehrt, wo Diktator  Bashar-al-Asshad sein Volk seit über 10 Jahren terrorisiert . Die Unruhen haben jetzt zu einem Umdenken geführt und die Familie wird endlich als Flüchtling anerkannt. Sehr gefreut hat sie ein Brief von Bundesrätin Sommaruga.

«Es war wie ein heller und warmer Sonnenstrahl in den verregneten Sommerferien», berichtet Daniel Zingg, der engagierte Begleiter der Familie. «Ende Juli teilte uns der Anwalt der Familie Hassu den positiven Entscheid der Migrationsbehörde Bern mit. 

Zwar will Bern den Asylgrund der Familie nach wie vor nicht anerkennen. Familie Hassu wird jetzt aber als Flüchtlinge anerkannt.» Und was Zingg und seine Freunde besonders freut:  Bundesrätin Simonetta Sommaruga meldete sich mit einem persönlichen Brief und wünscht der Familie Hassu für die Zukunft alles Gute.

Können sie bleiben?

Doch für den 34-jährigen Faruq und seine 32-jährige Frau Horiya bleibt die bange Frage: «Können wir jetzt definitiv bleiben, oder müssen wir nach wie vor zittern?» Ihr Anwalt meint dazu: «Die Aufenthaltsbewilligung ist nach meiner Erfahrung als sehr sicher einzustufen.» 

Zwei Wochen vor dem positiven Entscheid hatten sich die Hassus nochmals mit einem Brief an Bundesrätin Sommaruga gewandt. Horiya meinte: «Lieber ein negativer Entscheid als keine Antwort. Das Warten und die Ungewissheit sind unerträglich.» War dieses Schreiben mitentscheidend, dass wie aus heiterem Himmel der positive Entscheid kam? 

Im Februar hatte man der Familie mit der drohenden Ausschaffung praktisch das Todesurteil zugesprochen. Jetzt hat die Familie Hassu neue Lebensfreude gewonnen. So schnell wie möglich soll die Unabhängigkeit von der Fürsorge erreicht werden. 

Mit dem «Status F» können die Hassus jeden Beruf ausüben. Für Faruq, den gelernten Cheminée- und Ofenbauer, ist Arbeit Leidenschaft. Für ihn wird eine Stelle in der Nähe des neuen Wohnorts im Raum Uster/Dübendorf gesucht. 

Horiya möchte ihr akademisches Wissen vertiefen und später teilzeitlich ins Berufsleben einsteigen, ohne die wichtige Rolle der Mutter zu vernachlässigen. Von Daniel Zingg und seinem Mediendienst Aseba haben sie zudem die Zusage, dass sie nach wie vor in allen Bereichen unterstützt werden.

Scheele Blicke

Die Familie Hassu wird weiterhin auch geistlich-seelsorgerlich betreut. Sie ist jetzt in einer freikirchlichen Gemeinde im Raum Zürich integriert. Ihre Deutschkenntnisse haben sich soweit verbessert, dass sie die ganze Predigt verstehen können. Töchterchen Tireej, gerade zwei Jahre alt geworden, hat in der Sonntagsschule wertvolle Kontakte gefunden. 

Doch die Familie muss auch mit unerwarteten Enttäuschungen leben. Nicht alle Leute scheinen zu verstehen, warum sie nicht wie «Flüchtlinge» aussehen. Statt mit zerrissenen Hosen, schmutzigem Aussehen und ausgemergelten Gesichtern kommt einem eine gepflegte Familie entgegen. 

«Als ich Horiya vor sechs Monaten als sozusagen hoffnungsloser Fall aus der Klinik holte, hätte ich nie gedacht, dass sie sich so schnell erholen würde», erzählt Daniel Zingg. 
Immer wieder betonen Faruq und Horiya Hassu: «Danke Gott, und danke allen Menschen, die mitgeholfen haben!» 

Hinweis:
Laut den christlichen Hilfswerk OpenDoors werden weltweit 100 Millionen Christen in über 50 Ländern wegen ihres Glaubens misshandelt, ins Gefängnis gesteckt, oder mit dem Tod bedroht. Sehr ausgeprägt ist die Christenverfolgung in islamischen Ländern. 

Buch zum Islam:
Mark A. Gabriel: Jesus und Mohammed 

Weitere Artikel zum Thema:
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Datum: 25.08.2011 
Autor: Andrea Vonlanthen
Quelle: Livenet / idea

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